Viskosität messen

Warum Viskosität messen?

Die Viskosität ist in vielen Industriezweigen eine bedeutende Produktionseigenschaft und eine entscheidende Messgröße für die Überwachung der Qualität. In der Produktion von fließenden Medien ist Viskosität demnach unter Umständen Business-kritisch. Um schnell auf unerwartete Änderungen der Viskosität reagieren zu können, ist die Messung im Prozess, als sogenannte Inlinemessung notwendig.

Viskosität inline messen?

Bei der Inline-Messung wird direkt im Prozess gemessen, beispielsweise in einer Rohrleitung oder in einem Rührkessel. Vorteil der Inline-Messung ist, das die real an einem definierten Messpunkt im Prozess vorliegende Viskosität gemessen wird. Bei einer Messung im Labor oder auch in einer Bypassleitung liegen abweichende Scherkräfte vor, die das Ergebnis verfälschen.Insbesondere bei nicht-newtonschen Fluiden sind hier erhebliche Effekte zu erwarten.

Wie misst man die Viskosität nicht-newtownscher Fluide?

Nimmt die Viskosität mit steigender Schubspannung zu, spricht man von scherverdickenden bzw. dilatanten Fluiden. Strukturviskos oder scherverdünnend sind Fluide, bei denen mit steigender Scherbelastung die Viskosität abnimmt. Liegen im Labor oder in einem Bypass andere Schubspannungen vor, was zu erwarten ist, sind also stark abweichende, bzw. nicht aussagekräftige Messergbebnisse vorprogrammiert.

Idealerweise misst man also aus den genannten Gründen die Viskosität im Prozesse inline.

Brabender Messtechnik stellt das Inline-Rotationsviskosimeter CONVIMETER her, das beispielsweise in der Lebensmittelindustrie (Schokolade, Schmelzkäse, Gelatine), im Healthcare-Sektor (Shampoo, Waschmittel, Cremes) sowie in der Chemieindustrie (Erdöl, Klebstoff, Lack, Kunststoffschmelze) eingesetzt wird. Mit diesem Messgerät ist es möglich, bei geringer Schergeschwindigkeit und gutem Materialaustausch die Viskosität im Prozess zu messen.